Viele gute Wünsche zum Start von „Amayah“

Die kleinen Betten in den Kinderzimmern sind bezogen, Kuscheltiere und Spielsachen liebevoll dekoriert und der Garten mit Spielgeräten ausgestattet: Es ist alles bereit für die Kinder der neuen traumapädagogischen Intensivwohngruppe „Amayah“ des ASB-Nürnberger Land, die im April in die Einrichtung ziehen. Zuvor nutzten Nachbarn und Unterstützer die Gelegenheit, das Haus im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier zu besichtigen.

Viele gute Wünsche wurden dabei an die Kinder adressiert, die so einen schweren Start in das Leben hatten. ASB-Vorstand Bruno Schmidt betonte, dass „Amayah“ ein persönliches Herzensanliegen für ihn sei. Seit der Eröffnung der Intensivwohngruppe „Talulah“ vor zweieinhalb Jahren seien die Anfragen aus ganz Deutschland nicht abgerissen, weshalb der ASB entschieden habe, eine zweite Einrichtung für traumatisierte Kinder zu eröffnen: „Jedes einzelne Schicksal berührt zutiefst“, sagte Schmidt.

ASB-Geschäftsführer Tino Städtler betonte die Relevanz der beiden Einrichtungen. Sie seien für die Kinder nach mehreren Stationen der letzte Rettungsanker. „Sie haben es sich nicht ausgesucht, wie sie ins Leben starten.“ In Talulah und in Amayah könnten sie neues Vertrauen ins Leben schöpfen. Städtler dankte dem Team um Anne-Margret Wild, Barbara Herbst, Gülden Güler und Karina Weber, die die beiden Jugendhilfe-Einrichtungen betreuen bzw. leiten. „Sie übernehmen Verantwortung für diese Kinder, das ist etwas Großartiges.“

Landrat Armin Kroder sagte, es gehe darum, Leid nicht nur zu sehen und zu beschreiben, sondern zu handeln. Im Landkreis gelinge das durch gute Zusammenarbeit. Dazu brauche es engagierte Sozialpartner wie den ASB. Den vier Kindern wünschte er alles Gute. „Ich bin froh und dankbar für die Kinder, dass es diese Einrichtungen gibt.“

Die ökumenische Weihe des Hauses vollzogen der evangelische Seelsorger Bernhard Winkler aus Burgthann und der katholische Geistliche Dominik Pillmayer aus Altdorf. Mit Blick auf die Zukunft der Kinder sagte dieser, es sei wichtig, Dinge nicht nur so zu sehen, wie sie sind, sondern wie sie sein könnten. Pfarrer Winkler wünschte den Kindern ein gutes Ankommen in „Amayah“.  Er hoffe, dass sie das Erlebte irgendwann verarbeiten können. Anne-Margret Wild, Bereichsleitung Hilfen zur Erziehung bei den ASB-WunderKindern, lüftete am Ende noch das Geheimnis des Namens: „Amayah“ stammt aus dem Indianischen und bedeutet so viel wie „sanfter Nachtregen“. Dieser könne die Angst wegwaschen und die Seelen der Kinder wieder zur Ruhe bringen, sagte Wild. „Ich finde, das passt sehr gut.“

Auf dem Foto von links nach rechts: er evangelische Pfarrer Bernhard Winkler, ASB-Geschäftsführer Tino Städtler, Hans-Peter Hagen Heimaufsicht bei der Regierung von Mittelfranken, ASB-Vorstand Bruno Schmidt, Karina Weber, Geschäftsführerin der ASB-Wunderkinder, Landrat Armin Kroder und die Leitung der Hilfen zur Erziehung Anne-Margret Wild.

Foto: Max Knisch/ASB Nürnberger Land

Zurück