Rettungskräfte trainierten Ernstfall

Regelmäßige gemeinsame Übungen sind für die Rettungskräfte äußerst wichtig. Denn im Einsatz zählt jede Minute. Im Herbst 2017 fand zum ersten Mal eine Großübung statt, bei der ein Flugzeugabsturz in der Nähe von Burgthann simuliert wurde. Mitte Juni wurde die Übung nun wiederholt, diesmal mit anderen Einsatzkräften. Wieder hat alles gut geklappt. „Wir sind nun gewappnet für den Ernstfall“, sagt Tobias Engelmann, Einsatzleiter Rettungsdienst beim ASB.

Es war einer der bislang größten Übungseinsätze in der Region: Im Oktober 2017 probte der ASB Rettungsdienst gemeinsam mit den Feuerwehren Burgthann, Schwarzenbach und Ezelsdorf, dem First Responder, dem BRK, der Bergwacht, der Rettungshundestaffel der DLRG Fürth, Notärzten und Polizei die Suche und Rettung von Verletzten nach einem Flugzeugabsturz. In einem Waldstück im südlichen Landkreis Nürnberger Land, so die Ausgangslage, war eine mit vier Personen besetzte Chessna vermisst. Anrufe beim Piloten blieben erfolglos.

Die Leitstelle in Nürnberg alarmierte die Wehren. Parallel wurde der SAR-Rettungshubschrauber gerufen, der die Flugroute abflog. Zwischen Schwarzenbach und Burgthann, auf einer Straße in einem Waldstück, wurde er fündig. Die Maschine hatte nach einem Triebwerksbrand notlanden müssen, drei Personen wurden vermisst.

Hochspannung bei den gut drei Dutzend Einsatzkräften, die mit Hunden vor Ort waren. Doch vom ersten Moment an klappt alles bestens: Einsatzleiter und Gruppenführer der verschiedenen Einheiten sind im steten Funkkontakt. Der Brand der Maschine ist schnell unter Kontrolle. Die Regieanweisungen von Organisator Benjamin Peinzger von der Feuerwehr Burgthann, der die Kollegen im Minutentakt mit neuen Sachlagen konfrontiert, werden sofort umgesetzt. Am Ende können alle Insassen lebend geborgen werden. Gut versorgt durch die Sanitäter und Notärzte vor Ort, kommen sie ins Krankenhaus.

„Es kommt in so einer Situation darauf an, dass die Kommunikation tiptop ist und jeder Handgriff sitzt“, sagt Tobias Engelmann. „Wir haben uns da in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt“. Wie Benjamin Peinzger freut er sich über die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen: „Das klappt in der Region wirklich hervorragend. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Gut helfen“.

Froh ist Engelmann auch über die Unterstützung von außen: Bei der ersten Übung hatte der Airport Nürnberg ein ausrangiertes Flugzeug gestiftet, bei der zweiten Übung Mitte Juni die Bundeswehr. Die war diesmal ebenfalls mit einer eigenen Rettungshundestaffel vor Ort im Nürnberger Land und trainierte gemeinsam mit den Rettungskräften den Ernstfall.

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