Erste Hilfe am Kind: Flüchtlingsmütter sind jetzt fit

„Ziel dieses Projektes ist es, Müttern bei der Betreuung ihrer Kinder Sicherheit zu geben. Zudem wollen wir eine Grundlage schaffen, dass die Teilnehmerinnen sich ehrenamtlich auch in der Betreuung anderer Kinder engagieren können“, sagt Lydia Isik, die als ausgebildete Krankenschwester für den Sozialverband seit vielen Jahren in der Ersten Hilfe tätig ist. Möglich wurde der Kurs, weil sich das WinWin Freiwilligenzentrum des Nürnberger Landes von Anfang an mit einbrachte. In Flyern auf Deutsch und Arabisch machten die Anlaufstelle des Landratsamtes und der ASB gemeinsam auf den Kurs aufmerksam.

An der zweitägigen Schulung nahmen Mütter aus verschiedensten Ländern teil. Eine Dolmetscherin übersetzte ins Arabische. Zudem halfen eine gute Bildpräsentation und viele praktische Übungen, dass die Frauen in das Thema hineinfinden konnten. Für die Kinder sorgte das Team des ASB-Kinderhauses Glückskinder in Lauf, das Spielzeug zur Verfügung stellte.

„Die Kinder waren aufmerksam dabei, wenn ihre Mütter die stabile Seitenlage durchführten und Verbände anlegten“ freut sich Lydia Isik. „Es ist ein großes Interesse bei den Frauen für dieses Thema da“, betont auch Solveig Grunow von WinWin. Dieses habe sich schon allein daran gezeigt, dass einige Mütter längere Zugfahrten mit ihren Kindern aus dem Süden und Osten des Landkreises auf sich genommen hätten, um am Kurs teilnehmen zu können. Für diejenigen, die nicht mobil sind, übernahm der ASB Fahrdienst den Transport. Im Herbst ist ein weiterer Kurs geplant.

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