Eine kleine „Stadt“ für Kinder

Die große Welt im Kleinen, eine „Kinderstadt“: Das ist die Idee hinter dem neuen Kinderhaus des ASB Nürnberger Land in der Marktgemeinde Feucht. Gemeinsam mit den Innenplanern 12:43 Architekten aus Stuttgart und dem Architekturbüro Graf & Kellner aus Burgthann wird derzeit intensiv am Konzept für die Kita in der Sternstraße gearbeitet. Eröffnung ist im Frühjahr 2019.

Krippe, Kindergarten und Hort unter einem Dach – Kinder und Jugendliche erleben die Welt während des Heranwachsens ganz unterschiedlich. Von den ersten behüteten Schritten über die Entdeckung der Umgebung bis hin zur Mitbestimmung und –gestaltung: ein Kinderhaus muss vielen Bedürfnissen gerecht werden. Das neue Kinderhaus des ASB Nürnberger Land in der Sternstraße in Feucht greift diese Idee sowohl architektonisch als auch inhaltlich auf: Es soll eine kleine Stadt in der Stadt werden, mit Marktplatz, Wohnhäusern, „Restaurant“ und kreativen Ecken für Gärtnern, Handwerk und Lernen.

Die Gebäude des für rund 120 Kinder von 0 bis 14 Jahren angelegten Kinderhauses werden die verschiedenen Themengebiete altersgerecht aufgreifen und inhaltlich thematisieren. Das Architekturbüro Graf & Kellner aus Burgthann hat dazu einen ansprechenden Entwurf vorgelegt, der die einzelnen Komplexe auf dem über 4.000 Quadratmeter großen Gelände in der Sternstraße sinnbildlich unter einem großen geschwungenen „Stadtdach“ vereint.

Für das anspruchsvolle Projekt konnte das Stuttgarter 12:43 Architekten- Team rund um Steffen Bucher begeistert und gewonnen werden. In vielen Gesprächen mit den Innenplanern aus Stuttgart geht es nun um die Ausgestaltung. Die Ideen der Schwaben sind hier so ungewöhnlich wie charmant.

„Bei der Konzeption und Gestaltung einer Kindertagesstätte kommen einige besondere Faktoren zum Tragen. Schließlich sollen sich die Kinder hier wohlfühlen und auch die Eltern wissen, dass ihr Nachwuchs tagsüber gut aufgehoben ist. Eine Kindertagesstätte heute muss kindgerecht sein, nachhaltig, ökologisch, kreativ und etwas Besonderes. Der Raum wird zum Erzieher“ betont Steffen Bucher.

Kinder wollen toben, sich verstecken und viel draußen sein. Für die Planung der Räume und Plätze bedeutet das Vielfalt und Kreativität. Lauschige Plätze zum Hineinkrabbeln für die Kleinsten in der Krippe haben sich die Planer deshalb ausgedacht, flexible Arbeitsplätze und Podeste, die bei Bedarf in eine Bühne, eine Chill-Ecke oder einen Besprechungsbereich verwandelt werden können für die Kindergartenkinder. Licht, Raumteiler und flexible Möbel werden den Tag der Schulkinder im Hort strukturieren, dessen Ebenen eine große Treppe miteinander verbindet. Das Ganze gestützt von einer Pädagogik, die auf Miteinander und Mitbestimmung setzt und individuelle Entwicklung fördert.

Auch der Außenbereich soll der Idee der Kinderstadt folgen: Hochbeet, Spielplätze, Handwerkerecke, Verkehrsinseln werden Plätze zum Begegnen für Klein und Groß. Nicht zu vergessen die Mensa, das „Restaurant“ der „Kinderstadt“.

Grundsteinlegung für das Projekt in der Sternstraße in Feucht ist Mitte März. „Wir freuen uns sehr, dass es nun los geht“, betont ASB Geschäftsführer Tino Städtler.

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