„Die Digitalisierung muss den Menschen dienen“

Um die Zukunft der Arbeit und wie diese in Zeiten der Digitalisierung gut gestaltet und weiterentwickelt werden kann, dreht sich ein neues Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit dem Namen „Experimentierraum 5.0“. 17 Unternehmen und Verbände in Deutschland wurden dafür ausgewählt. Als einziger Wohlfahrtsverband in Deutschland sowie Arbeitgeber in Bayern wurde der ASB Regionalverband Nürnberger Land e.V. in das Projekt Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) aufgenommen.

Ab 2019 nimmt der ASB Regionalverband an der Evaluierung durch Zukunftsforscher, Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten des Instituts Nextpractise aus Bremen teil. In Interviews, Hochrechnungen und Projektarbeiten analysieren die Experten gemeinsam mit den Mitarbeitenden des ASB Nürnberger Land, wie sich die voranschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und daraus resultierende Veränderungen der Arbeitswelt, auf die tägliche Arbeit im Wohlfahrtsbereich auswirken können. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die Digitalisierung Chancen für eine solidarische Gesellschaft und kulturelle Identität in sozialen Organisationen verbessern kann.

„Die Soziale Arbeit verändert sich, das spüren wir tagtäglich“, sagt ASB Regionalverband Geschäftsführer Tino Städtler. „Während junge Menschen heute mit dem Internet aufwachsen und die Nutzung als festen Bestandteil des täglichen Lebens sehen, trifft das auf die ältere Bevölkerung nicht gleichermaßen zu. Sie sind auch noch an altbekannte, das heißt nicht digitale Routinen bei der Beschaffung von Informationen, Hilfestellungen- und Leistungen gewohnt. Gleichermaßen müssen diese Anforderungen in der Arbeitswelt beurteilt und in eine nachhaltige Betrachtung einbezogen werden. Viele unserer heutigen Prozesse im ASB sind bereits teilweise oder mehrheitlich digitalisiert. Der Digitalisierungsgrad in der sozialen Arbeit benötigt aber Augenmaß und im selben Maße bewahrende und schützende Grenzen.“

Diese Entwicklung wird nach Einschätzung von Fachleuten zunehmend dynamisch. Der ASB Regionalverband wird jetzt die entscheidenden Weichen stellen. „Uns geht es darum, mithilfe digitaler Unterstützung in Zukunft mehr Ressourcen für die direkte Arbeit am und mit den Menschen freizusetzen, nicht weniger. Und wir wollen die Kultur unserer Zusammenarbeit intern wie extern verbessern. Wir sind stolz, dass wir für das Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales als Experten herangezogen wurden. Ich bin sehr gespannt, welche Hinweise uns die Expertise von Nextpractise für die Zukunft unserer Arbeit als sozialer regionaler Dienstleister liefert“, so Tino Städtler. Mit ersten Ergebnissen rechnet der ASB-Regionalverband bis Anfang 2020.

Nextpractise und die anderen 16 Projekte werden hier näher vorgestellt

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